Aktualisiert Samstag, 6. Juni 2026
– Sie befindet sich in laufender Überarbeitung –
Einige Hintergrundinformationen:
In der Realität werden durch die Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben die Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis im Bereich Notfallrettung, Krankentransport, Feuerwehr und Katastrophenschutz abgedeckt.
Betriebsstandorte sind Weingarten (Landkreis Ravensburg) für Administration der Leitstelle und Disposition, Friedrichshafen (Bodenseekreis) für die Notrufannahme, sowie Sigmaringen (gleichnamiger Landkreis) als Redundanz- und Ausbildungsstandort.
Die (hier dargestellte) Leitstelle bildet Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz im Bodenseekreis ab. Zwei Leitstellen für den gesamten Rettungsdienstbereich, der alle drei Landkreise umfasst, gibt es in SIM-Dispatcher ja bereits.
In der Praxis kommen häufig Rettungsmittel aus den angrenzenden Landkreisen zum Einsatz. Hierfür sind auch Einsatzmittel aus den angrenzenden Gemeinden, Landkreisen, Bundesländern und Staaten eingepflegt (v. a. Luftrettung und THW) - jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Aktuell (06/2026) sind die Maßnahmen in SIM-Dispatcher noch nicht ausgereift genug, um eine gute Verknüpfung und Abbildung von Meldecodes und Stichwörtern abzubilden. Daher sind aktuell nur die Stichwörter hinterlegt (die AAO dahinter wird fortlaufend eingepflegt und ergänzt), aber nicht die Meldecodes. Die Stichwörter sind realitätsnah übernommen.
Rettungsdienststichworte setzen sich aus einer Diagnose bzw. Lagebeschreibung, den zu alarmierenden Ressourcen und der Dringlichkeit zusammen.
Hier einige Beispiele:
Akuter Thoraxschmerz_N1 → Notarzt + Transportkomponente (Eintreffzeit ≤ 12 Minuten)
Akuter Thoraxschmerz_R1 → RTW sofort (Eintreffzeit ≤ 12 Minuten)
ACS/Infarkt_N2 → Notarzt + Transportkomponente (Prähospitalzeit ≤ 60 Minuten)
“Diagnose”_N3 → Notarzt + Transportkomponente ohne Sondersignal
Anaphylaxie_R3 → RTW (Eintreffzeit ≤ 30 Minuten)
Sofern mehr als ein NEF und ein RTW benötigt werden (bzw. in der AAO hinterlegt sind), gilt:
Die Struktur des Stichwortes ergibt sich durch die Anzahl der ausrückenden Fahrzeuge/Einheiten (ab zwei Patientinnen/Patienten wird deren Anzahl eingefügt, die Diagnose wird nicht mehr genannt):
Die Abstufung der Alarmierung geschieht in mehreren Stufen (am Beispiel Brandeinsatz -B-):
B1 - Staffelstärke,
B2 - Gruppenstärke,
B3 - Zugstärke,
B4 - erweiterte Zugstärke,
B5 - für die Alarmstufenerhöhung.
Der Zusatz „Y“ steht im Bereich Feuerwehr für Menschenleben in Gefahr („Y = Person in Zwangslage, an Flucht gehindert, akut lebensbedrohlich gefährdet“).
Das Prinzip folgt dem der Feuerwehr (ausgenommen „Y“), vorangestellt das Kürzel „SAN EGB“. Je nach Alarmstichwort der Feuerwehr ist die EGB hinzuzualarmieren - über Maßnahmen wird ein entsprechender Hinweis gegeben.
Manche Einheiten von THW und Katastrophenschutz sind nicht fix in der AAO hinterlegt. Um diese dennoch schnell alarmieren zu können, sind diese als Stichwort mit dem Präfix „[EINHEIT]“ vorhanden.
Einheiten nach der Verwaltungsvorschrift Katastrophenschutzdienst (VwV KatSD) sind mit “[EINHEIT] KatSD” hinterlegt.
Der Bodenseekreis ist geprägt durch die Nähe zum Bodensee, was sich schon im Namen des Landkreises zeigt. Bei Einheimischen wird der Bodensee auch schlicht als „der See“ betitelt. Ein Großteil der kreisangehörigen Städte und Gemeinden liegt am Bodensee. Einsätze im und am Bodensee, gerade bei vermissten Personen, führen zu einer Einbeziehung vieler Einsatzkräfte und -mittel, über alle (nicht- und polizeilichen) BOS (DLRG bis zum Zoll) hinweg.
Im Bereich der Feuerwehr ist das Stichwort in mehrere Zonen je nach Nähe zum Ufer unterteilt (Zone 1/2/3):
Die Boote im Einsatzgebiet sind teils dauernd gewassert, liegen also im Hafen oder sind regelhaft getrailert, also auf Anhängern mobil.
Boote mit “(t)” als Suffix sind getrailert (“t” für Trailer), benötigen ein Zugfahrzeug und können auch auf kleineren Gewässern (sprich nicht nur auf dem Bodensee) eingesetzt werden.
Boote mit dem Zusatz “(w)” sind nur auf dem Bodensee einsetzbar (“w” für Wasser).
Alle hier dargestellten Daten sind öffentlich zugängliche Daten (u. a. Rettungsdienstbereichsplan, POI in verschiedenen Kartendiensten, Internetseiten verschiedener Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben).
Work in Progress
Die Stichwörter werden fortlaufend hinterlegt und mit der zugehörigen AAO ergänzt.
Die Meldecodes (ca. 5300) sind (noch) nicht eingepflegt.
Rückmeldungen sind gerne willkommen.
Quelle des Banners sind zusammengestellte Bilder der DRK Bodensee-Oberschwaben Rettungsdienst gGmbH (c).