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Gefahrenabwehr


Die Gefahrenabwehr im Kreisgebiet ist nach den gültigen Gesetzen im Land NRW in die polizeiliche Gefahrenabwehr und die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr unterteilt. Für die polizeiliche Gefahrenabwehr ist die Kreispolizeibehörde zuständig und unterhält dafür an 3 Standorten dauerhaft besetzte Polizeiwachen, sowie eine eigene Leitstelle an der Hauptdienststelle in Bergisch Gladbach. Die Koordination der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr übernimmt die Kreisleitstelle des Rheinisch Bergischen Kreises, außerdem ist diese für die Koordination des Katastrophenschutz zuständig. Die Zusammenarbeit beider Leitstellen hat in näherer Vergangenheit stets gut funktioniert und wird kontinuierlich verbessert.

Kreisleitstelle Rheinisch Bergischer Kreis

Die Leitstelle des Rheinisch Bergischen Kreises ist in der Kreisstadt Bergisch Gladbach beheimatet und seit 2019 in einem neuen Gebäude am Kreishaus in Heidkamp untergebracht. Die Leitstelle ist als integrierte Leitstelle sowohl für das Brandwesen als auch den Rettungsdienst, inklusive Krankentransport, im gesamten Kreisgebiet zuständig. Im Jahr nimmt die Leitstelle etwa 55.000 Einsätze an, davon etwa 50.000 Einsätze aus dem Bereich Rettungsdienst/Krankentransport und etwa 5.000 Einsätze aus dem Bereich Feuerwehr. Die Leitstelle ist dafür rund um die Uhr mit 2 Disponenten besetzt, welche Tagsüber von einem 3. Disponenten für Krankentransporteinsätze unterstützt werden. Um bei Großschadenslagen mit einer Vielzahl an Anrufen zurecht zu kommen, verfügt die Leitstelle über 7 vollständig ausgestattete Disponentenplätze und bis zu 4 weitere Plätze an denen Telefonate angenommen und Einsätze erstellt werden können, an denen jedoch keine Einheiten disponiert werden können (Fehlende Statusübersicht, Kartenmonitor, etc.) Bei Topauslastung können so 11 Disponenten gleichzeitig Anrufe entgegen nehmen. Zusätzlich befindet sich hierzu im Gebäude der Leitstelle ein Besprechungsraum für den Krisenstab des Kreises.

Rettungsdienst

Im Land NRW ist nach Landesrettungsdienstgesetz der Krankentransport und Rettungsdienst Aufgabe des Kreises. Zu diesem Zwecke betreibt der Kreis in Kooperation mit mehreren Hilfsorganisationen eigene Rettungswachen im Kreisgebiet. In den Städten Wermelskirchen und Bergisch Gladbach wurde die Aufgabe des Rettungsdienstes an die örtliche Feuerwehr abgegeben. Die Feuerwehr Odenthal betreibt derzeit wieder eine First Responder Gruppe, diese wird lediglich zu Zeitkritischen Einsätzen wie Reanimationen alarmiert, da der RTW Odenthal seit Indienstnahme der Rettungswache in Voiswinkel im 24h Betrieb ist. In der Führungsstruktur des Rettungsdienstes gibt es mehrere ehrenamtliche ORGL, welche über DME alarmiert werden können und mit ihrem Privat PKW die Einsatzstelle anfahren. Der LNA wird mit der Stadt Leverkusen gemeinsam gestellt. Für die Simulation ist je ein ORGL und LNA im Nordbereich und im Südbereich angelegt und dauerhaft einsatzbereit. Rettungswachen im RBK:

DRK:

  • Leichlingen Wache 1 (2 RTW)
  • Odenthal Wache 1 (1 RTW)
  • Overath Wache 1 (2 RTW)
  • Kürten Wache 1 (2 RTW 1 NEF)

JUH:

  • Rösrath Wache 1 (1 RTW)
  • Overath Wache 2 (1 RTW 1 NEF)

ASB:

  • Burscheid Wache 1 (1 RTW 1 NEF)

Feuerwehr Bergisch Gladbach:

  • Wache 1 (2 RTW 1 NEF)
  • Wache 2 (1 RTW 1 NEF)
  • Wache 4 (2 RTW 1 NEF)

Feuerwehr Wermelskirchen:

  • Wache 1 (2 RTW 1 NEF)

Feuerwehren

Der abwehrende Brandschutz wird in allen Kommunen des Kreisgebietes durch Freiwillige Feuerwehren sichergestellt. Die freiwillige Feuerwehr wird in Wermelskirchen durch 1 hauptamtlichen Löschzug und in Bergisch Gladbach durch 2 hauptamtliche Löschzüge (Wache 1 und Wache 2) unterstützt. Die Alarmierung der Kräfte erfolgt in allen Kommunen über DME und wird abhängig von der Kommune noch durch weitere Alarmierungen wie z.B. Sirene oder Handyalarmierung ergänzt. Seit dem Jahr 2020 verfügen alle Feuerwehren, außer der Feuerwehr Kürten, über mindestens eine eigene Drehleiter. Über die örtlichen Feuerwehren hinaus gibt es 3 Kreiseinheiten die aus Kräften der kommunalen Feuerwehren mit Fahrzeugtechnik des Kreises oder des Landes gebildet werden. Dies sind die IuK Einheit, die Messeinheit und der Dekonzug. Darüber hinaus ist die Feuerwehr Bergisch Gladbach mit einem Hytrans Firesystem in der Gefahrenabwehr des Landes NRW eingebunden. Aus allen Feuerwehren des Kreises, des OBK und Leverkusens bildet sich die Bereitschaft 5 des Regierungsbezirkes Köln.

Katastrophenschutz

Im Kreisgebiet gibt es 4 Einsatzeinheiten nach Einsatzkonzept BHP50, bzw. BTP500 des Landes NRW. Dabei bildet sich eine Einsatzeinheit aus Kräften des ASB in Bergisch Gladbach und 3 Einheiten aus Kräften des DRK, dabei 1 in Wermelskirchen, 1 in Bergisch Gladbach und 1 in Overath. Darüber hinaus sind der ASB und das DRK zusammen mit Kräften des Regelrettungsdienstes für Einsätze des PTZ-10 eingeplant.

Im Rheinisch Bergischen Kreis gibt es 2 Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes, nämlich den OV Bergisch Gladbach, sowie den OV Wermelskirchen.

Das DLRG hat mehrere Ortsverbände im Kreisgebiet, zum Beispiel in Kürten und Leichlingen. Auch diese Kräfte sind über die Leitstelle des Kreises alarmierbar.

Alle Hilfsorganisationen haben über die offiziellen Einsatzeinheiten weitere Ortsverbände und Fahrzeuge, vor allem für Sanitätsdienste. Diese sind teilweise ebenfalls über den BOS Funk mit der Leitstelle verbunden und im begrenzten Rahmen auch disponierbar.

Kommunikation

Seit Ende 2019 ist der Digitalfunk im Kreis das Hauptkommunikationsmittel. Dafür übernimmt die Leitstelle des Kreises auch die operativ taktische Koordination der TMO Kanäle. Es stehen insgesamt 12 TMO Kanäle zur Verfügung. Im täglichen Dienstgeschehen funken alle Rettungsmittel auf dem Kanal GL_FW. Bei hoher Funkauslastung kann eine Kanaltrennung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst erfolgen, dann funken alle Fahrzeuge des Rettungsdienstes auf dem Kanal GL_RD. Für Großschadenslagen und z.B. Unwetterlagen stehen die Kanäle GL_GL, GL_BGL, GL_OVE, GL_RÖS, GL_KÜR, GL_ODE, GL_BRS, GL_LEI, GL_WRM zur Verfügung. Fahrzeuge des Katastrophenschutz funken auf dem Kanal GL_KATS. Fahrzeuge aus anderen Funkverkehrsbereichen können sich über den Kanal GL_Anruf melden und werden dann dem richtigen Funkkanal zugewiesen. Für die Simulation bitte unter "Spielinformationen" schauen.

Die Leitstelle ist über die Telefonnummern 112 für Notrufe, 19222 für Krankentransporte und 02202 95670 als Dienstnummer zu erreichen.

Krankenhäuser

Im Kreisgebiet gibt es 4 Krankenhäuser. In Wermelskirchen ist das KHW, in Bergisch Gladbach die Krankenhäuser EVK, MKH und VPH. Letztere 2 Krankenhäuser gehören zu dem gleichen Träger.  In Leichlingen gibt es darüber hinaus eine Klink für Psychiatrische Gesundheit und eine Reha Klinik. In Bergisch Gladbach gibt es 2 Reha Kliniken, eine im Zentrum und eine in Bensberg. Das Krankenhaus MKH hat in seinem Gebäudekomplex eine weitere Rehaklinik.

In unmittelbarer Nähe des Kreisgebietes gibt es eine Vielzahl weiterer Krankenhäsuer die von den Rettungsmitteln im Kreis regelmäßig angefahren werden. Eine Liste mit allen Krankenhäusern inklusive Fachabteilungen gibt es unter "Spielinformationen".


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